Den Alexander Rassbach sëtzt am Rollstull. Hien huet eng Tetraplegie, eng Form vu Querschnittslämung. Hien koum als Fréigebuert op d'Welt an ass zanterhier schwéier behënnert. Chancë fir e positiv Liewen ze féieren, wéi hien et haut lieft, hunn d’Dokteren deemools virun 22 Joer net wollte virausgesinn, au contraire.
“Ich weiß noch, dass damals meiner Mutter gesagt wurde, die selbst auch Ärztin ist, dass ich quasi wie ein Fleischklops werde, nicht sprechen, nicht hören, nicht sehen, nicht schmecken, gar nichts, maachen könnte. Letzten Endes ist das natürlich nicht so. Ich sag immer heute, ich bin ein gutes Rumsteak geworden, ja, aus dem Fleischklops oder ein Steak, weil ich dann doch auch vieles erreicht habe.”
Hie selwer kann iwwer den Ausdrock “Aus dem Fleischklops wurde ein Steak” haut laachen, och wann dat laang net ëmmer esou war. Hie gouf zegmol operéiert a seet, datt hien och vill Gléck am Liewen hat.
“Ich glaube, es war eigentlich sehr viel Glück und natürlich auch einfach die Medizin, die sich weiterentwickelt hat, ich glaube, es ist viel passiert seit ich geboren bin, es hat sich viel verändert und ich habe natürlich auch einen langen Weg hinter mir und habe viele Operationen hinter mir, ja, 2014 zum Beispiel hatte ich neun Operationen in einem Jahr und das war als kleines Kind, das ist jetzt elf Jahre her, man wird mit elf Jahren einfach ein bisschen reingeworfen, aber man steht das durch und, und ich muss sagen, ich hatte wahrscheinlich einfach sehr viel Glück."
Den Alexander Rassbach ass stolz op sech an op dat, wat hie bis haut erreecht huet an hien huet nach vill Wëlles. Hien ass aktuell op der Uni Lëtzebuerg, studéiert franséisch Literatur a Linguistik fir e Bachelor en Cultures européennes, mam Bléck op de Beruff vum Schoulmeeschter, dat ass säi grousst Zil.
“Wahrscheinlich werde ich auch deswegen Lehrer, weil ich eben glaube, dass ich viel weitergeben kann auch in Bezug darauf, wie Behinderte an der Gesellschaft teilhaben und dass das durchaus möglich ist, vor allem in so einem Land wie Luxemburg, wo die Barrierefreiheit wirklich omnipräsent ist im Vergleich zu anderen Ländern. Und dementsprechend finde ich es absolut wichtig, diese Message auch rauszubringen”.
An den Alex huet och nach aner Message-Kapen un:
“Also, ich mache als freiberuflicher Contributor mit bei dem Magazin Queer.lu, da mache ich mit und das finde ich auch unglaublich wichtig. Ich habe teilweise an der Queer Association der Uni mitgearbeitet, was ich aber mittlerweile nicht mehr tue und muss auch sagen, es ist gar nicht so einfach, diese zwei Sachen miteinander zu vereinen, weil ja, ich mag zwar schwul sein, aber das Problem ist, dass sich die sexuelle Identität dann oftmals mit dem Handicap quasi koppelt und dass man dann halt sozusagen zwei Minoritäten irgendwie gleichzeitig repräsentieren muss. Und das ist eigentlich gar nicht so leicht, weil ich finde, weder die Behinderung noch die Sexualität macht mich vollkommen aus. Dementsprechend lasse ich mich da auch nicht auf eins reduzieren und vor allem mache daraus auch nicht meine Persönlichkeit, weil es eben nicht meine Persönlichkeit ist”.
Passionéiert vun der franséischer Sproch schreift hie Poesie. Mat sengem Wierk ”Viande”, geschriwwe fir seng Mamm, war hien ee vun de Gewënner vum Concours Jeune Printemps des Poètes Luxembourg.